Der Februar war bis jetzt in meiner Küche ganz besonders spannend. Vor allem die kleine "Challenge", die Verena von Katzentante kocht und bloggt und ich uns in unserer Mission: Österreichische Küche gestellt haben. 

Dieses Mal hat sich jede von uns fünf Hauptzutaten für die jeweils andere überlegt, die dann in ein Gericht zusammengefügt werden sollen. Es dürfen weitere Zutaten dazukommen, aber keines der fünf weggelassen. Wir haben beide darauf geachtet, dass es großteils saisonale Lebensmittel sind, bzw. jene, die der Österreicherin und dem Österreicher durchaus nicht unbekannt sind. 

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich diese Februar-Mission von Anfang an sehr, sehr gemocht habe. Da ich ja sowieso kein großer Fan vom strikten "Ich folge dem Rezept" bin, war dies in der Tat eine wahnsinnig tolle, fordernde Challenge für mich. Vor allem auch deshalb, weil ich mir schon etwas ganz Besonderes und Einzigartiges einfallen lassen wollte. 

Bevor ich nun weitererzähle und in Folge zum Rezept übergehe, verrate ich die fünf Zutaten, die Verena für mich ausgewählt hat: 

  • Kraut
  • Kreuzkümmel
  • Topfen
  • Hirse
  • Erdapfel

Mein erster Gedanke war: Ich finde jede einzelne Zutat wahnsinnig yummy (und habe mich vor allem über das Kraut und den Topfen als "österreichische" Zutaten) gefreut, aber aus diesen Lebensmitteln lässt sich ja ein GANZES MENÜ zaubern - wie soll ich diese in EIN GERICHT verpacken?! Bis zum Schluss habe ich nicht genau gewusst, wie ich den Topfen und die Hirse verarbeiten soll. 

Das Kraut koche ich mehr oder weniger klassisch österreichisch. Allerdings kommt gerösteter Kreuzkümmel hinzu und fein geriebene Erdäpfel. Warum? Weil so das Kraut wunderbar sämig wird und ich finde, dass der Erdapfel bei den relativ "üppigen" Zutaten keine Hauptrolle spielen sollte. 

Nun zur Hirse und zum Topfen, bei denen ich, wie oben erwähnt, wirklich sehr lange überlegt habe. Denn neben dem bekannten Kraut wollte ich schon etwas richtig Cooles zusätzlich am Teller haben. Mein erster Gedanke waren Knödel oder ... Laibchen. Knödel ursprünglich, weil ich mir gedacht habe, dass ich Knödel gut füllen kann. Aber warum nicht auch Laibchen füllen? 

Das Resultat: 

Gefüllte Hirselaibchen mit Kraut (für 3 Portionen): 

Zeit: ca. 60 Minuten 

Zutaten für das Kraut: 

  • 600 g Weißkraut 
  • 2 kleine Karotten 
  • 1 großen Erdapfel 
  • 1 EL Kreuzkümmel 
  • 1 EL Öl 
  • Salz und Essig 
  • optional: Pfefferkörner, ganz

Zutaten für die Laibchen: 

  • 150 g Hirse
  • 2 Eier 
  • 2 EL Sonnentor "Frankies Barbecue-Gewürz" (ersatzweise 1 EL Paprikapulver, Majoran, Thymian und einen Hauch Knoblauch) 
  • Salz 
  • 1 Pkg. Topfen à 250 g 
  • 4 frische Datteln 
  • 1 EL Gomasio
  • frischer Zitronensaft 
  • Kokosöl (oder anderes Pflanzenöl zum Braten)

Zubereitung: 

Koche die Hirse mit der doppelten Menge Wasser einmal auf und lasse sie dann für etwa 15 Minuten köcheln, bis sie weich ist. Auskühlen lassen. 

Schneide in der Zwischenzeit das Kraut in dünne Streifen. Erhitze das Öl in einem großen Topf und röste die Kreuzkümmelsamen darin an, bis sie leicht braun sind. Füge das Kraut hinzu, brate auch dieses scharf an, bevor du es mit etwas Wasser und Essig ablöscht. Würze mit etwas Salz und gegebenfalls den Pfefferkörnern und lass es mit halb verschlossenem Deckel vor sich hin schmoren. Schäle die Karotten und den Erdapfel, reibe beides (wobei du die Karotten grob und den Erdapfel sehr fein reiben solltest) und gib sie zum Kraut. Lasse das Kraut weiterschmoren und rühre ab und zu um, dass das Kraut nicht am Boden anklebt. Eventuell braucht es noch Wasser, bzw. Essig. Nach Geschmack würzen!

Würze die ausgekühle Hirse mit den Gewürzen und rühre die Eier ein. Vermische alles zu einer klebrigen, aber dennoch kompakten Masse. 

In einer separaten Schüssel vermische den Topfen mit den entsteinten und zerkleinerten Datteln, mit dem Zitronensaft und dem Gomasio (alleine diese Füllung hätte ich pur löffeln können!). 

Erhitze in einer großen Bratpfanne einen Esslöffel Öl. Heize das Backrohr auf 180 Grad vor. 

Befeuchte deine Hände, nimm etwas Hirse, drücke die Masse flach auf deiner Hand aus, setze einen Teelöffel von der Topfenmasse darauf und dann schließe das Laibchen - forme zuerst eine Kugel, die du dann vorsichtig flach drückst (wie bei Mohnzelten). Und ab damit in die heiße Pfanne. 

Fahre mit der restlichen Masse genauso fort. 

Brate die Laibchen von beiden Seiten scharf an und gib sie dann noch für etwa 10 Minuten in den Ofen. 

Serviere die Laibchen heiß mit dem abgeschmeckten Kraut. 

Du möchtest wissen, was Verena mit den fünf Zutaten gezaubert hat, die ich ihr gegeben habe? Hier kommst du direkt zu ihrem Post. 

 

 

 

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